Das Kirchengebäude und seine Ausstattung


Kirchenschiff

Der Feldsteinbau hat einen rechteckigen Grundriss mit einem seitlichen Anbau für die Sakristei sowie einen Westanbau als Wetterschutz für dein Eingang. Der Kirchenhauptraum hat die Maße von ca. 25 x 15 Meter und ist in West-Ost-Richtung ausgelegt. Das Satteldach ist innen mit einem hölzernen Tonnengewölbe ausgestattet.

Kirchturm mit Glocken und Uhr

Der quadratischen Dachturm (ca. 15 Meter hoch) im Westen hat an den Turmseiten Schallöffnungen und ist verbrettert. Der Turm wird abgeschlossen mit einem Spitzhelmdach. Die Turmspitze besteht aus einer Kugel, einer Wetterfahne (sie zeigt die Jahreszahlen 1680, 1882, 1997) und einem Kreuz.

Die heutigen drei Stahlguss-Glocken stammen aus den 1920er Jahren, gestimmt auf F’, Gis’ und Ces’, werden sie elektrisch betrieben. Die größte Glocke trägt neben dem Hinweis auf den Bochumer Verein und der Jahreszahl folgende Inschrift: „Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein!“ Auf der kleinsten Glocke findet sich der Spruch: „Herr mach uns frei.“ Sie befinden sich nebeneinander in einem hölzernen Glockenstuhl, der mit Stahlstreben verstärkt ist.

Die Kirchturmuhr wird von einem elektrischen Werk (Hersteller nicht ermittelbar) angetrieben. Das alte mechanische Werk (von einem Spandauer Handwerker) ist noch vorhanden und steht auf der Orgelempore.

Altar

Vor der Ostwand der Kirche steht auf einem flachen Podest der Altar, der ursprünglich ein Kanzelaltar war. Er ist aus Holz gefertigt, gefaßt und datiert aus dem Jahre 1705. Später (etwa 1960) wurde dieser Kanzelaltar zu einem Altaraufsatz umgebaut.

In der Predella befindet sich ein gemaltes Bild, das das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern zur Darstellung bringt.

Das Altarbild wird von zwei Säulen und Akanthuswangen flankiert.

Kanzel und Taufe

Der polygone Kanzelkorb, der links neben dem Altar steht, wurde aus dem ursprünglichen Kanzelaltar herausgenommen und durch ein Bild ersetzt. Dieses in Öl gemalte Bild thematisiert die biblische Überlieferung "Jesus bei den Emmausjüngern". Es wurde Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrunderts vom Finkenkruger Künstler Franz Haferland gemalt.

Rechts neben dem Altar steht die hölzerne Taufe. Sie ist achtseitig und datiert aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

In der Altarwand befindet sich nordöstlich (hinter der Kanzel) eine Sakramentsnische mit einer Holztür, deren zwei schmiedeeisernen Beschläge aus dem 17./18. Jahrhundert stammen.

Fenster und Empore

Ebenfalls in der Ostwand (links und rechts des Altars) befinden sich zwei bunt-bleiverglaste Stichbogenfenster. Das linke zeigt die symbolische Darstellung des Sakraments der Taufe und das rechte die des Abendmahls. Beide Fenster entstanden um 1900.

Die Kirche hat eine Hufeisenempore, die von Säulen getragen wird. Die Brüstung ist mit Kassetten versehen. Die Mitte der Westempore ist erkerartig hervorgehoben.

Orgel

Auf der Westempore steht die Orgel, die ursprünglich in der Zeestower Kirche ihren Platz hatte. Die Orgel hat ein Manual, Pedal und sechs Register. Sie ist das Werk des Potsdamer Orgelbaumeisters Schuke und entstand "anno 1965".

In der Umgebung der Kirche

Direkt neben dem Portal der Kirche steht auf einem Sandstein-Sockel die Encke-Urne.

Auf dem Kirchhof gibt es ein eisernes Ehrenkreuz für die Kriegstoten der Gemeinde. 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Kirchstraße am Anger wurde zu Ehren der gefallenen Falkenhagener Soldaten im Ersten Weltkrieg ein Kriegerdenkmal errichtet. Hergestellt wurde es aus schlesischem Granit und fränkischem Muschelkalk.