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Bericht zum Weltgebetstag der Frauen 2009

 

Viele sind wir, doch eins in Christus

Unter diesem Thema stand der diesjährige Weltgebetstag der Frauen am 6. März 2009, in dessen Mittelpunkt Papua-Neuguinea stand.
Unter diesem einigendem Motto gelang es etwa 800 kirchlich engagierten Frauen in Papua-Neuguinea mit ihren Bemühungen, einen dort tobenden Bürgerkrieg mit ca. 20.000 zivilen Opfern durch Gespräche und Verhandlungen im Jahr 2002 zu einem Ende zu führen.

Ich denke, kaum einer von uns war je auf Papua-Neuguinea. Aber man weiß vielleicht, dass der zweitgrößte Inselstaat im Pazifik nahe dem Äquator nördlich von Australien liegt. Von diesem man erst so recht im letzten Jahrhundert erfahren hat. Viel Exotik steckt in diesem Namen. Portugiesische Seefahrer hatten diese Inseln im 16. Jahrhundert gesichtet und nannten sie "Ilha dos Papuas", d. h. Insel der Kraushaarigen. Flächenmäßig die größte Landesfläche ist die gebirgige Insel Neuguinea.
Papua-Neuguinea ist ein von der modernen Welt abgeschiedenes, geheimnisvolles Land. Mit rund 200 Kulturgruppen und über 800 Sprachen gehört dieses Land zu den sprachlich vielfältigsten Regionen der Erde.
Durch Missionierung bekennen sich zwei Drittel der Bevölkerung zum christlichen Glauben. Es ist jedoch ein von Männern dominiertes Land. Die Frauen haben eine untergeordnete Stellung und leiden noch immer stark unter häuslicher Gewalt.
Umso mehr ist zu bewundern, wie es gerade dort Frauen durch ihren Einsatz schafften, an der Beendigung des Bürgerkrieges so erfolgreich mitzuwirken.

Jeweils am ersten Freitag im März feiern nun schon seit Jahren Frauen und Männer in ca. 170 Ländern ökumenisch den Weltgebetstag. Die Liturgie verfassen jeweils Frauen eines Landes, in diesem Jahr die aus Papua-Neuguinea.

So bereiten auch Frauen den Gottesdienst in unserer Gemeinde vor. Wie es auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll geschehen ist.

Die zahlreich erschienenen Gemeindeglieder wurden in unserer Kirche eingebunden in den Gottesdienst, den Frauen mit einem Diavortrag und Lesungen gestalteten. Gemeinsam wurde gesungen und gebetet.
Anschließend gingen wir in unser Gemeindehaus. Dort erwarteten uns von Frauen unserer Gemeinde liebevoll zubereitete und schmackhafte Spezialitäten aus Papua-Neuguinea.

Dieser Nachmittag hatte allen sichtlich gut gefallen, was auch anwesende Männer (leider viel zu wenig) bestätigten.

Von hier aus möchte ich herzlich allen für ihr großes Engagement danken.

Ihr
Joachim Hackbarth vom Gemeindekirchenrat

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letzte Aktualisierung:  08.03.2009 12:04